Dein Anti-Nachlauf-Werkzeug

Kennst du das?

Du hast gerade ein süßes Mädel kennengelernt, dass erste Date war echt gut und sie hat gesagt, sie melde sich bei dir…

Das, was dort für dich noch nach einer guten Idee geklungen hat, fühlt sich im Moment aber gar nicht mehr gut an.

In deinem Kopf schwirrt die Frage rum: „Jetzt ist schon ein ganzer Tag rum, warum hat sie sich denn noch nicht gemeldet?“

Du weißt inzwischen ganz klar, dass es das Beste ist das einfach auszusitzen – denn wenn du nun dich direkt am nächsten Abend meldest, merkt sie „Oh, den habe ich ja schon jetzt an der Angel.“

Das diese Eingebung zu so einem frühen Zeitpunkt alles andere als förderlich ist, ist dir wahrscheinlich bekannt – aber trotzdem ist da dieses nagende Gefühl in dir. Du platzt fast, du kannst es nicht mehr länger zurückhalten… und schreibst ihr eine SMS.

Das ist eine der vielen netten Beispielsituationen, wo Männer gegen ihr besseres Wissens handeln. Das ist doch komisch, wir Männer als logisches Wesen, wir die den Verstand ganz weit über die Emotionen stellen und trotzdem können wir in so einer Situation nicht aus unserer Haut.

Aber das muss nicht so sein!

Und so gebe ich dir hier 2 wertvolle Tipps, mit denen du sofort verhindern kannst, Frauen nachzulaufen.

2 Wege, um weniger nachzulaufen:

1. Widerstand aushalten lernen

Die meisten Männer heutzutage sind chronische Warmduscher. Genauso wie sie kein kaltes Wasser aushalten, haben sie auch eine nicht abwendbare Abneigung gegen andere unangenehme Gefühle, zu denen auch Unsicherheit  zählt.

Wie soll ein Mann es schaffen, in den Widerstand zu dem Gefühl „Ich muss wissen, ob das mit ihr was wird – ich brauch die Sicherheit“ gehen, wenn er sein ganzes Leben wohltemperiert genießt und nicht in der Lage ist unschöne Zustände auszuhalten?

Wie soll er darüber hinaus befreit mit einer Frau flirten können, geschweige denn Frauen locker ansprechen, verführen bzw. erobern können?

Wenn die Selbstdisziplin am Boden kriecht, muss „Mann“ sich nicht wundern, warum er sich schon wieder bei „Sarah“ gemeldet hat, obwohl er das doch gar nicht wollte.

Somit ist es deine allererste Aufgabe deine Selbstdisziplin grundlegend zu stärken.

Beim Duschen drehst du die letzte Minute auf kalt, stellst dich unter und hältst es aus. Wenn es dich im Winter fröstelt, zitterst du nicht und artikulierst die ganze Zeit, wie kalt es dir ist, sondern hältst einfach mal die Klappe.

Hast du Hunger? Gut, genieße ihn – renne nicht wieder gleich zum Kühlschrank, um ihn zu stillen, sondern stehe ihn für eine Weile durch. Steh morgen früh einfach mal um 4 Uhr auf – davon ist noch keiner gestorben!
Das sind nur einige Wege, mit denen du in deinem Alltag ganz einfach deine Selbstdisziplin stärken kannst – denn die wirst du noch sehr oft brauchen!

2. Deinen Gefühlszustand einstufen

Im einen Moment sind deine Gedanken „Hey mit Sarah läuft es echt gut!“ – im nächsten Moment gehen sie in den Keller und sagen dir „Da lief doch auf dem letzten Date einiges falsch oder?“

Dieser Kopf, in den wir gerade reingeschaut haben, ist sich anscheinend gar nicht so sicher bezüglich der Dame.

Wie kommt das?

Glasklar: Du hörst deine Glaubenssätze in deinem Kopf sprechen.

Es gibt natürlich sehr allgemeine Glaubenssätze, die deinen Umgang mit Frauen beurteilen, die dir sagen, wie selbstbewusst du beim Ansprechen und Flirten bist oder wie gut du bei einer Präsentation vortragen kannst. Ich möchte an dieser Stelle aber dieses gut-schlecht-Konzept deiner Glaubenssätze um eine Ebene erweitern – und zwar die emotionale.

Sind wir nämlich in einem guten Zustand sieht die Welt viel rosiger aus, als wenn es uns gerade dreckig geht. Der Mensch ist derselbe, nur entscheidet sein „Ressourcen-Zustand“ darüber, wie er die Welt wahrnimmt und interpretiert.

Oder besser gesagt: Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so wie wir sind.

Und genau jene Interpretationsbrille zwingt dich in einem schlechten Gefühlszustand dazu, dir viel zu viele Gedanken über eine Frau zu machen und zu deuteln, was doch alles am letzten Treffen schlecht gewesen sein könnte.

Diese vielen negativen Gedanken und das Gefühl, dass das mit „Sarah“ ja doch gar nicht so sattelfest ist, verführen zu negativen Kurzschluss-Handlungen, obwohl du dir vorher dachtest „Nein, diesmal warte ich wirklich ab, bis sie sich meldet.“

Aber der Kopf rattert, das Bauchgefühl ist gerade nicht gut und schon zückst du dein Handy, um sie zu fragen, wie es ihr geht.

Diese Abwärtsspirale willst du mit Sicherheit vermeiden, oder?

Gut, dann müssen wir auch genau da ansetzen, wo sie entsteht – nämlich bei deinen Emotionen.

Das Modell von NLP und verschiedene andere Werkzeuge der Persönlichkeitsentwicklung bieten dir Möglichkeiten, deinen Emotionszustand zu regulieren und belastende Glaubenssätze aufzulösen. Gehe auch diesen -langfristigeren- Weg, aber nun möchte ich dir etwas für das „Jetzt“ in die Hand geben, das dir weiterhilft.

Und zwar die Fähigkeit zu erkennen, in welchem Gefühlszustand du bist und in einem weiteren Schritt diesen sogar zu verbessern.

Schnapp dir dafür einen Stift und ein Blatt Papier.

Konstruiere deinen emotionalen Regler

Du erinnerst dich bestimmt noch an die Zeit, wo Musik nicht mit dem iPod gehört oder über schrabblige Laptopboxen lief.

Damals gab es Radios mit Kassettendeck und deinen Lieblingsradiosender konntest du oben durch drehen eines Reglers einstellen – dabei konntest du die aktuelle Sendefrequenz in einer Frequenzleiste sehen.

Genau so eine Frequenzleiste zeichnest du nun, auch ruhig etwas detaillierter und natürlich mit dem zugehörigen (Dreh-)Regler. Für mich klappt eine Unterteilung von 1-10 für die verschiedenen „Frequenzen“ ganz gut.

Jetzt machen wir aber etwas anders. Und zwar geht es bei dieser Leiste nicht um Musik im engeren Sinne, sondern vielmehr um den „Sound“ deiner Emotionen.

Markiere doch die „10“ als den Bereich, wo du dir denkst „Alles ist geil, was kann noch besser an meinem Leben werden – ich liebe es!“ und „1“ beschriftest du mit „Oh, jetzt geht es mir aber schlecht – egal, was ich anpacke, ich kriege einfach nichts hin.

Das ist die Bandbreite deiner Emotionen und mit genau dieser arbeiten wir nun.

Fang jetzt schon an: Wo würdest du deinen aktuellen Gefühlszustand auf dieser Skala einstufen? Und wo „warst“ du heute Morgen?

Nimm diese Skala (zumindest gedanklich) mit und frage dich die nächsten 7 Tage – immer wenn du dran denkst – „Wie fühle ich mich gerade auf dieser Skala.“

Bist du einer von jenen, den seine Glaubenssätze über Frauen dich noch regelmäßig dazu verführen, zu viel über alles nachzudenken oder jene Aktion zu machen, von der du weißt, du hättest sie besser nicht gemacht?

Dann gewöhne dir an über Frauen, die du kennengelernt hast, nur noch nachzudenken, wenn du dich mindestens bei „5“ auf der Skala befindest.

Wenn nicht, dann lenk dich einfach ab und mach was anderes – aber denke ja nicht über „Sarah“ nach. Das gleiche gilt für eine SMS – denn in einem positiven Emotionszustand schätzt du Dinge ganz anders ein und hast auch weniger negative innere Stimmen, die dir flüstern: „Melde dich bei ihr, JETZT!“

Dadurch hast du ein gutes „Alarmsystem“ für dein Verhalten in Bezug auf Frauen, aber auch in Bezug auf den allgemeinen Umgang mit Menschen.

Es mag sich simpel anhören, aber achte für dich wirklich darauf, dass ein negativer Gefühlszustand dein schlechtester Berater für Flirterfolg ist.

Fahre deine Gefühle hoch

Ausgehend von dieser Einsicht, kannst du deine Emotionskala auch als aktiven Regler für deinen momentanen Gefühlszustand machen. Experimentiere für dich mal damit, gedanklich deine Emotion „höher“ zu fahren. Dann noch ein Stückchen mehr und vielleicht schaffst du es ja sogar bis zur „10“?

Wenn dir das noch schwerfällt: Was machst du sonst, um dich gut zu fühlen? An was für tolle Ereignisse an deinem Leben könntest du dich dabei erinnern?

Welches Lied macht dir auf Knopfdruck gute Laune? Auf welche drei Dinge in deinem Leben bist du besonders stolz?

Tue also die Dinge, die dir normalerweise gute Laune machen würden und übernimm sie in deinen Emotionsregler.

Hast du deine Emotion schon hochgefahren? Dann denk doch jetzt noch mal über deine „Sarah“ nach – jetzt wo du gut drauf bist: „Hm, eigentlich läuft ja alles mit ihr ganz gut…“ Nutze dieses kleine Gedankenexperiment auch im Flirt mit Frauen oder im Gespräch mit anderen Menschen – fahre dich „hoch“ und schaue, was das zur Qualität der Konversation beiträgt.

Viel Erfolg,
Pascal „Xatrix“ Levin

Mehr Infos zu unserer Arbeit findest Du unter www.authentic-charisma.de

PS: Dieser Text ist natürlich keine Ausrede, dich in schlechter Stimmung nicht auf Frauen oder andere Menschen zubewegen zu müssen. Aber gerade dein Regler-Werkzeug wird dir helfen, die Qualität deiner zwischenmenschlichen Kontakte bedeutend zu erhöhen.

Frauen natuerlich ansprechen erobern und verfuehren

Dieser Artikel wurde geschrieben von:

>>> (insgesamt 5 Artikel auf dem NF Blog).

Immer noch begeistert über seinen eigenen positiven Lebenswandel, führt er seit 2007 andere Männer in den Workshops und Coachings von Authentic Charisma zu diesem grundlegenden „Change“ in ihrem Leben. Sein Coaching-Stil ist dabei offen, professionell reflektiert, geduldig und lösungsorientiert. Mitunter auch provozierend, aber immer unterstützend, um seine Coachees effektiv und nachhaltig zu ihren angestrebten Zielen zu führen. In seine Formate lässt er Übungen und Inhalte aus dem NLP, Männlichkeitstrainings, der Hypnose sowie der Lern-& Sozialpsychologie einfließen.

6 Antworten to “Dein Anti-Nachlauf-Werkzeug”

  1. Marvin sagt:

    Schöner Text! Habe zu dem Thema eine Frage, weil ich oft lese, dass man(n) sich nicht (zu oft) bei ihr melden soll.

    Ich mache eben die Erfahrung mit einer Frau, dass sie sich zwar nie meldet, aber sich immer freut wenn ich sie anrufe und auch immer meinem Vorschlag für ein Treffen zustimmt.

    Hat mich zwar anfangs etwas genervt. Aber mittlerweile denke ich, dass sie einfach nur schüchtern ist und ich mir darum einfach gar keine Gedanken mehr machen sollte.

    Ist es denn nun wirklich so unvorteilhaft, wenn man sich als Mann immer zuerst meldet? Sollte man das unterlassen oder ist es ok, solange sich die Frau gut verhält?

    Liebe Grüße, Marvin

  2. alecxs sagt:

    solange du dabei auf 10 bleibst kannst du sie anrufen so oft du willst ;-)

  3. Hi Marvin,

    natürlich kannst du nicht die exakt selbe Schablone auf absolut jede Frau legen. Wenn eine Frau eher schüchtern ist, kann es gut sein ihr am Anfang mal entgegen zu kommen.

    Aber genau das ist der Punkt, ein immer ist hier genau das falsche. Denn dreh das Rad der Zeit doch ein wenig weiter.

    Was du hier machst, ist ein Kommunikationsmuster aufzubauen, bei dem sie sich gar nicht erst bei dir melden muss – du machst das ja eh immer von dir aus. Möchtest du das in 2 Monaten oder in einer Beziehung immer noch genau so machen?

    Oder kommt es überhaupt dazu, denn eins darfst du nicht vergessen: Auch schüchternen Frauen wird es langweilig, wenn ein Typ so berechenbar ist.

    Also nimm ihre Eigenschaft “schüchtern”, die du ihr unterstellst nicht als Ausrede. Dir muss es gelingen, diese Meldeverhältnis mehr in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Deine Angst, dass du sie dadurch verlieren könntest oder deine Befürchtung, dass du das nicht könntest, die in deinen Sätzen mitschwingen musst du dabei natürlich überwinden.

    Sag ihr doch einfach, wenn ihr telefoniert: Sarah, ruf du mich doch das nächste Mal an.

    Und dann schau ob sie es macht. Denn in etwas, dass zwischen Mann und Frau entsteht, sollte die Frau mindestens genau so viel anfangs und später sogar ein wenig mehr investieren.

    Denn ist es zu viel verlangt, dass sie sich bei dir meldet? Immerhin ruft sie ihre Freundinnen und Freunde doch auch an, oder?

  4. JD sagt:

    Hi,

    bei mir ist es aktuell so, dass es nach den wochenabenteuern mal wieder Zeit für eine standfeste Beziehung ist. Dazu hat mich eine Frau gebracht, die jetzt dann ein Jahr mit ihrem Freund zusammen ist. Ihn kenne ich auch aber man merkt dass bei den beiden einiges nicht mehr passt. Haben in letzter Zeit 2 mal was unternommen. Sie hat auch immer vom Schluss machen geredet (mit ihrem Freund). Nur gestern haben wir telefoniert und es kam eher so raus dass sie sich nicht sicher ist weil sie mit ihm erb schon ein Jahr zusammen ist aber eig auch mich will bzw. eher mich will. Aber das sie es nicht tun kann weil er privat ziemliche probleme hat etc. hab ihr dann klar gemacht, dass sie nicht auf schlechtes gewissen schieben soll oder sich um andere sorgen machen soll sondern schaun soll dass es ihr gut geht und ich ihr da weiterhelfen kann. nach einiger zeit wurde es mir zu bunt und hab ihr gesagt sie soll drüber nachdenken und sich klar werden was sie wirklich will und kann sich ja dann nochmal melden, ich aber völlig unabhängig davon bin und sie es wissen muss. sie hat dann schmollend und bisschen traurig zugestimmt. Typische Situation von melden. Ob es richtig war weiß ich nicht, denke aber schon!? oder würdest du empfehlen dich zwischendurch zu melden, dass es nicht ganz untergeht und sie sich denkt “na dann kann das ja gar nichts werden”?
     
    Vg

  5. Hi,

    deine Aktion ihr die Pistole auf die Brust zu setzen war genau die richtige. Denn entweder gewinnst du durch deine gezeigte Entschlossenheit oder du “gewinnst” dadurch, dass klare Verhältnisse entstehen, wenn sie doch ablehnt.

    Du hast deinen Einsatz für das, was du dir mit euch vorstellen kannst, also gebracht.

    Aber nun ist es in ihrer Hand. Ihr Einsatz muss folgen und dieser ist von dir weitestgehend nicht beeinflussbar – zumindest nicht positiv.

    Sieh es so: Eine Frau ist wie ein Schmetterling. In dem Moment, wo du ihn in deiner offenen Hand hast, ist er wunderschön anzusehen. Sobald du deine Hand aber schließt, verletzen deine Finger seine Flügel und er vergeht.

    Im Moment hast du den Schmetterling auf der Hand – der, also sie, muss aber nun entscheiden dort verweilen zu wollen.

    Dabei wünsche ich dir viel Glück

  6. Marvin sagt:

    Vielen Dank für deine Antwort Pascal! Damit hast du mir sehr geholfen :)

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